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1. Einführende Worte
Die Schulkonferenz hat auf ihrer Sitzung vom 30. November 2005 das
nachstehende Schulprogramm beschlossen, das an die Stelle des
Schulprogramms aus dem Jahr 2002 tritt. Das vorliegende Programm kann
auf jahrelangen Vorarbeiten in der Schule und einen intensiven
Gedankenaustausch mit Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern
aufbauen. Es berücksichtigt die Erfahrungen aus der Teilnahme an den
Schulversuchen "Erhöhung der Selbstständigkeit von Schulen" und
"Leistungsprofilklassen" und greift Veränderungen der vergangenen Jahre
auf, die auf eine Erhöhung der Qualität des Unterrichts abzielten. Zu
diesen Veränderungen zählen die Erweiterung des methodischen
Repertoires der Lehrkräfte und die Betonung der Medienkompetenz bei
Lehrkräften wie Schülerinnen und Schülern, das Bemühen um eine
verstärkte Förderung sowohl leistungsstarker wie auch
leistungsschwächerer Schülerinnen und Schüler und Erfahrungen im Umgang
mit hochbegabten wie verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern.
Der Antrag auf Umwandlung der Schule in eine Ganztagsschule mit
offenen Angeboten bot Anlass, das erste Schulprogramm zu überarbeiten
und in wesentlichen Teilen neu zu fassen. Das nunmehr vorliegende
Schulprogramm dokumentiert das bereits Erreichte und spiegelt die
seiner Erstellung vorangegangene Diskussion wider. Es berichtet von den
pädagogischen Zielsetzungen der Schule und Möglichkeiten ihrer
Umsetzung. Es stellt nicht nur wahrscheinliche und wünschenswerte
Entwicklungslinien dar, sondern beinhaltet auch eine
Selbstverpflichtung der Schule zur Umsetzung. Die Gliederung des
Programms verdeutlicht zuerst einmal das pädagogische Grundverständnis
aller an Schule Beteiligten, denn nur im Zusammengehen von Schülern,
Eltern und Lehrern kann eine Schule erfolgreich arbeiten. Diese
Zusammenarbeit basierte in den vergangenen Jahren auf den Werten der
Toleranz, der Internationalität und der Leistungsbereitschaft.
Die Schule hat, um diese Werte mit Leben zu erfüllen, als
Europaschule ihren Schülern ein umfassendes Angebot zur Vertiefung des
europäischen Gedankens gemacht und hat in ihren Unterrichtsfächern,
insbesondere in den Fächern des bilingualen Zweiges, der
interkulturellen Erziehung breiten Raum gewährt. Das Helmholtzgymnasium
erweiterte mit der Aufnahme des Spanischen den Zugang zu den Sprachen
Europas, rege Schüleraustausche lassen das Leben bei unseren Nachbarn
erfahrbar werden.
Das Schulprogramm geht auf die Erweiterung des außerunterrichtlichen
Angebotes durch die Mitgliedschaft in MINT-EC ein und berücksichtigt
die Leistungsbereitschaft unserer Schüler und Schülerinnen, wie sie
sich in zahlreichen Erfolgen bei Wettbewerben und Olympiaden zeigt. Die
Schule hat eine Wettbewerbskultur entwickelt. Das Schulprogramm
verweist aber auch auf die Notwendigkeit, eher leistungsschwächere
Schüler zu stützen und ihnen zu helfen. Das Schulprogramm greift das
Selbstverständnis der heute bestehenden Schwerpunkte der Schule auf und
beschreibt die eingetretenen Veränderungen sowie die Aufgabe, die
erreichten Standards zu sichern und eine der leistungsfähigsten Schulen
Brandenburgs zu sein/zu werden. Die Schule will eine zukunftsfähige
Bildung vermitteln und orientiert auf einen engen Bezug zur
Wissenschaft. Sie öffnet sich ihrer Umwelt und kooperiert mit
zahlreichen Partnern, gerade auch der Wirtschaft.
Zum Selbstverständnis der Schule gehört der Konsens, ein
fächerübergreifendes, kulturelles Angebot zu unterbreiten, das die
Fachlichkeit der drei Profilierungen ergänzt und wesentlich zur
Persönlichkeitsentwicklung beiträgt. Das offene Ganztagsangebot bietet
die Chance, der Individualität unserer Schülerinnen und Schüler
gerechter zu werden, ihnen attraktive außerunterrichtliche Angebote zu
unterbreiten, das Gemeinschaftsgefühl und die Bereitschaft,
Verantwortung auch für andere zu übernehmen, zu stärken und
selbstbestimmt zu lernen. Mit der Umsetzung der Ziele des
Schulprogramms schaffen wir neue Lebenschancen.
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